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7 Erkenntnisse, die Sie über extrovertierte Menschen wissen sollten

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Da wir uns in den vergangenen Blogposts bereits mehrfach mit introvertierten Menschen beschäftigt haben, nehmen wir heute einmal extrovertierte Menschen genauer unter die Lupe. Extrovertierte Personen sind geselliger, kontaktfreudiger und lieben es zu erzählen.

Auffallend ist auch, dass sie häufig „impulsgesteuerter“ sind. Da wir ein Schubladen-Denken vermeiden wollen, ist es das Ziel unseres Beitrages für mehr Verständnis zu sorgen, da häufig die verschiedenen Verhaltensweisen vom anderen Persönlichkeitstyp falsch interpretiert werden.

Denn während der Introvertierte oft nachdenkt, wird dieses Verhalten vom Extrovertierten als eine Art von schlechter Laune gedeutet, da der Introvertierte wenig spricht und Extrovertierte Stille nur einsetzen, wenn Sie beleidigt sind oder jemanden bestrafen wollen.

So entstehen dann häufig Missverständnisse, die in Beziehungen zu Konflikten führen. Diese Konflikte sind vermeidbar, wenn wir unseren Partner nur einfach besser verstehen würden. Heute erhalten Sie einmal 7 Tipps, die Ihnen helfen sollen, extrovertierte Menschen besser zu verstehen:

1. Extrovertierte Menschen lieben es, sich zu unterhalten
Im Social-Media-Zeitalter von Facebook und WhatsApp vollzieht sich gerade ein Wandel: War es bis vor kurzem so, dass Extrovertierte es beispielsweise überhaupt nicht mochten, sich mit Smartphones, Tablets oder Computern zu beschäftigen, so freunden Sie sich mittlerweile auch mit der modernen Technik an!

Was das bedeutet?! Die Ü50-Generation schreibt mit jenen Geräten zwar nur kurze Nachrichten und bevorzugt nach wie vor das persönlich Gespräch, wohingegen jüngere Generationen mittlerweile auch verstärkt auf Social Media setzen! Ihnen macht es nichts aus, auch längere Textnachrichten zu versenden – Hauptsache sie haben Kontakt zur Außenwelt!

2. Extrovertierte Menschen sind “impulsgesteuert
Psychologische Studien zeigen etwas sehr Bemerkenswertes: Der Bereich im Gehirn, der unseren Dopamin-Fluss regelt, ist bei extrovertierten Menschen wesentlich aktiver. Was das bedeutet? Dopamin gilt im Volksmund als Glückshormon, es beeinflusst die menschliche Psyche im Bereich der Motivation.

Ist jener Teil im Gehirn aktiver, so verbrauchen wir mehr Dopamin als jene Menschen, wo dieser Bereich im Gehirn weniger aktiv ist. Die Folge ist, dass wir schneller einen Dopaminmangel „erleiden“: Ist dies der Fall, neigen wir zu mehr Impulsivität und immer weniger Rationalität. Wir sind dann oft antriebslos und benötigen dringend von außen zugeführte Motivation bzw. eine Belohnung.

Dies kann in Form von Anerkennung durch andere sein oder in dem wir uns etwas kaufen. Dann wird sich schlagartig unser Dopamin-Level erhöhen, da uns dies (zumindest vorübergehend) glücklicher macht.

Aus diesem Grund sind extrovertierte Menschen häufig keine großen Sparer, da sie ihre Belohnung nicht erst in ein paar Wochen, Monaten oder Jahren wollen, sondern so schnell wie möglich!1

3. Extrovertierte Menschen haben viele Facebook-Freunde!
Alleine an der Liste der Facebook-Freunde lässt sich bereits oftmals erkennen, welcher Charaktertyp sich hinter einem Profil verbirgt, zumindest so lange sich hinter dem Profil keine Prominente Person wie beispielsweise Lionel Messi verbirgt. Freunde-Zahlen ab dem hohen 3stelligen Bereich deuten auf extrovertierte Menschen hin, unter 500 eher auf introvertierte.

Außerdem fanden Wissenschaftler vom Allbright College in Pennsylvania heraus, dass extrovertierte Menschen häufiger dazu neigen, in ihren Facebook-Posts zu prahlen und ihre Beziehungen zu Partnern, Freunden und Bekannten überschwänglich darzustellen.2

4. Extrovertierte Menschen befinden sich häufig im Berufsleben auf der Überholspur
Sie wissen sich zu verkaufen und können mit ihrem selbstbewussten Auftreten und ihrer Heiterkeit berufliche Entscheider wesentlich besser beeindrucken als ihre introvertierten Antipoden. Warum?

Durch dieses Auftreten wirken Sie dominanter und durchsetzungsfähiger. In einer Studie von American Psychological Association fanden die Forscher sogar heraus, dass extrovertierte Menschen kompetenter wirken, obwohl es nicht immer eine nachweisbare Tatsache war – einzig und allein ihr dominantes Auftreten war dafür die Ursache.3

5. Extrovertierte Menschen stehen gerne im Rampenlicht
Während introvertierte Menschen eher die großen Bühnen meiden, genießen es extrovertierte Menschen, wenn sie viele Zuhörer haben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass eine wesentlich größere Zahl der uns bekannten Entertainer extrovertiert sind.

6. Extrovertierte Menschen sind schnell gelangweilt
Auch wenn Sie gerne einmal Zeit zum Abschalten genießen, sieht ihre Idealvorstellung hiervon anders aus, als bei introvertierten Menschen. Während Introvertierte einfach gerne die Ruhe genießen, entspannen sich extrovertierte Menschen häufig beim Einkaufen oder bei Gesprächen mit ihren Freunden.

Extrovertierte haben eine kürze Aufmerksamkeitsspanne und benötigen häufig einen externen Stimulus um ihren Akku wieder aufzuladen.

7. Extrovertierte Menschen leben länger
Menschen mit einem großem sozialen Netzwerk haben eine um 50 Prozent längere Lebenserwartung als einsame Menschen! Dies ist das Resultat aus 148 Studien mit insgesamt über 300.000 Teilnehmern. Während introvertierte Menschen meistens versuchen alles selbst zu lösen, greifen Extrovertierte auf ihr breites Netzwerk zurück.4

Bei Problemen reden sie mit ihren Freunden und Bekannten vielfach darüber und verschaffen so ihrer Seele Luft. Wenn sie Hilfe benötigen, haben sie keine Probleme damit, bei anderen um Hilfe zu bitten. Introvertierte Menschen denken in solchen Fällen meistens nach, ob sie den- oder diejenige(n) wirklich behelligen sollten.

Dieses Nachdenken ist aber unnötig, da Menschen gerne helfen: Studien belegen sogar, dass wir Menschen, denen wir helfen können und die uns um Rat fragen, wesentlich sympathischer finden!

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Einzelnachweise:

1. vgl. Locke, Robert: 10 Things To Remember If You Love an Extrovert

2. Ellis, Mary: Study examines why couples post “lovey-dovey” updates on Facebook; 13.08.2014 unter http://www.medicalnewstoday.com/articles/280942.php

3. Anderson, Cameron; Kilduff, Gavin J.: Why do dominant personalities attain influence in face-to-face groups? The competence-signaling effects of trait dominance; Journal of Personality and Social Psychology, Vol 96(2), Feb 2009, 491-503; unter http://psycnet.apa.org/index.cfm?fa=buy.optionToBuy&id=2009-00255-015&CFID=7248575&CFTOKEN=78642377

4. Blue, Laura: Recipe for Longevity: No Smoking, Lots of Friends; 28.07.2010 unter http://content.time.com/time/health/article/0,8599,2006938,00.html

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  1. oiche

    Ja das sieht alles schön und gut aus, ich kann auch alles wiedererkennen, nur weiss ich nicht so genau, ob man von “Menschen” oder nicht besser von “Zuständen” spricht. Jemand bipolar veranlagtes zum Beispiel (egal wie leicht oder schwer der Grad ist) hat beide Seiten stark in sich und lebt auch beide stark aus (Oder muss ja, weil die Hormonspiegel ständig schwanken…). Aber meiner Meinung nach muss man nicht “krank” sein, um diese verschiedenen Zustände des Introvertiertseins oder Extrovertiertseins beidermassen auszuleben…

  2. Christian Esch

    Guter Einwurf! Es gibt auch Menschen, die sowohl introvertiert als auch extrovertiert sind. Jene “Ambivertierten” können beide Zustände ausleben, häufig kommt es dann darauf an, mit welchen Personen sie sich gerade umgeben.

    Daher spricht man bei Ambivertierten besser von Zuständen! Gemeinhin gelten ambivertierte Personen auch als die besten Verkäufer, da sie sich ihrem Gegenüber stets gut anpassen können.

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